Jährlich erhalten etwa 30.000 Menschen in Deutschland eine neue, künstliche Herzklappe. Sie sind interessiert, welche Erfahrungen andere Patienten mit Aortenklappenstenosen gemacht haben? Auf dieser Seite erzählen Patienten von ihrem Leben vor und nach dem Herzklappenersatz.

Heinrich und Martha Kapfer, Arm in Arm nach ihrem Herzklappenersatz.
Heinrich und Martha Kapfer nach ihren Herzklappen-OPs

Heinrich und Martha Kapfer: Gemeinsam zur neuen Herzklappe

Seit mehr als fünfzig Jahren teilen Heinrich und Martha Kapfer aus Bingen am ihr Leben miteinander. Ende des vergangenen Jahres kam eine neue, zunächst ungewöhnliche und ungewollte Erfahrung hinzu. Beide Partner wurden wegen der gleichen Erkrankung gemeinsam und sogar am selben Tag behandelt. Der Weg zur Diagnose war jedoch sehr unterschiedlich. Martha Kapfer spürte erst einmal nichts von der Krankheit. Doch Heinrich merkte schnell, dass irgendetwas nicht stimmte. Er fühlte sich zunehmend kraftlos und schon nach kurzem Fußweg blieb ihm die Luft weg.

Die Diagnose

Auf Drängen seiner Frau besuchte Heinrich Kapfer seinen Hausarzt. Dieser stellte nach dem Abhören des Herzens eine Verdachtsdiagnose: Aortenstenose. Was beide noch nicht wussten: Auch bei Martha Kapfer lag die Erkrankung bereits vor, jedoch ohne die bei den meisten Menschen auftretenden typischen Symptome.

Hand in Hand in den OP-Saal

Überrascht wurde das Paar von der ärztlichen Nachricht, den Eingriff bei Ihnen am selben Tag vorzunehmen: Sowohl Heinrich als auch Martha erhielten im September eine neue Herzklappe. Am Tag der Operation ließ Heinrich seiner Frau nach alter Manier den Vortritt. Vor den Eingriffen wünschten sie sich viel Glück und schon nach wenigen Stunden kamen sie in das gemeinsame Krankenzimmer zurück. Später berichteten sie, alle hätten gestaunt und sogar das Krankenhauspersonal sei überrascht gewesen, ein Ehepaar im Zimmer zu haben.

Nach TAVI: Der gemeinsame Alltag

Heute können die Kapfers wieder aktiv und erholt am Alltag teilnehmen. „Wir kümmern uns  zusammen um den Haushalt, kochen miteinander und sogar in unserem Garten können wir wieder gemeinsam arbeiten“, berichtet Martha Kapfer zufrieden.